Verlagsrecht Autoren

Autoren bzw. Verfasser müssen bei der Schaffung ihrer Werke das Urheberrecht, das Markenrecht (Titelschutz) und das Persönlichkeitsrecht betroffener Menschen beachten. Das Verhältnis zum Verlag muss rechtlich geregelt werden (Verlagsvertrag).

Urheberrecht

Der Autor muss das Urheberrecht beachten, darf also nicht Werke Dritter plagieren. Ich verweise hierzu auf meinen Artikel zum urheberrechtlichen Schutzfähigkeit von Texten.  Gleiches gilt für die Übernahme von Lichtbildern und/oder Grafiken. Ich verweise hierzu auf meinen Artikel zum Urheberrecht an Lichtbildern. Das Zitatrecht als Teil des Urheberrechts ist zu beachten. Kleinzitate und Großzitate sind zu kennzeichnen. Es empfiehlt sich einen Rechtsanwalt beizuziehen, um die rechtliche Zulässigkeit abzuklären, da sonst Unterlassungsansprüche, Aufwendungsersatzansprüche und Schadensersatzansprüche drohen.

Persönlichkeitsrecht

Natürliche Personen, aber auch Unternehmen genießen den Persönlichkeitsrechtsschutz. Selbst bei verstorbenen Personen ist der postmortale Persönlichkeitsrechtsschutz zu beachten, den die Angehörigen des Verstorbenen geltend machen können. Das Recht am eigenen Bild ist zu beachten, wenn Lichtbilder von Personen in dem Werk veröffentlicht werden sollen.

Titelschutz

Autoren haben bei der Auswahl des Titels ihres Werks und auch des Untertitels das Markenrecht (Titelschutz), das Urheberrecht Dritter und das Namensrecht Dritter zu achten. Es kann sinnvoll sein eine Titelschutzanzeige zu schalten.

Verlagsvertragsrecht

Sehr wichtig für Autoren ist die klare Rechtseinräumung der Nutzungsrechte an den Verlag, die Regelung von Kostenbeteiligungen (Druckkostenbeteiligung), Promotion, die angemessene Vergütung, Vorschuss, Formate (digital/analog/Taschenbuch, Softcover, Hardcover), Erscheinungsart (Serie/Einzeltitel) Nebenrechte (Aufführungsrechte), Übergabe Manuskript, Auslieferung, Rückrufsrecht.

Verwertung (Wahrnehmung)

Der Autor sollte die Wahrnehmung der Verwertung seiner Werke durchaus in die Händer VG Wort geben. Ein Wahrnehmungsvertrag ist hierfür abzuschließen und die Werke sind zu benennen. Hier wurde aktuell durch den Bundesgerichtshof entschieden, dass die Ausschüttung nur noch an den Autor erfolgen darf.

Wenn Sie Fragen zu diesen Themenkreisen haben, rufen Sie mich an und vereinbaren Sie einen Termin.

Ihr Rechtsanwalt Thilo Zachow

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