Dresden – datenschutzrechtlicher Schadensersatz

Geschrieben von: Rechtsanwalt Thilo Zachow, Fachanwalt für IT - Recht, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, TÜV Nord zertifizierter Datenschutzbeauftragter

Veröffentlicht am: 27. August 2018

Dresden – datenschutzrechtlicher Schadensersatz

Neben den Geldbußen nach der Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) ist für die Geschäftsleitung die Frage nach dem

Schadensersatzrisiko gemäß Art. 82 DS-GVO bei einem Datenschutzverstoß

ein großes Thema.

Die Verteidigung ist dabei ein Thema des Informationstechnologierechts, da das

Datenschutzrecht als Teilrechtsgebiet des IT- Rechts

eingeordnet wird. Art. 82 DS-GVO ist dabei die zentrale Norm.

Kundendaten, Mitarbeiterdaten oder Bewerberdaten können bei einem Verstoß das Einfallstor für einen datenschutzrechtlichen Schadensersatzanspruch sein. Bspw. ist ein Auskunftsverlangen eines ehemaligen Mitarbeiters denkbar, welches nicht beantwortet wurde.

Art. 82 Abs. 1 DS-GVO

Jede Person, der wegen eines Verstoßes gegen diese Verordnung ein materieller oder immaterieller Schaden entstanden ist, hat Anspruch auf Schadenersatz gegen den Verantwortlichen oder gegen den Auftragsverarbeiter.”

Damit sind alle Personen anspruchsberechtigt, deren personenbezogene Daten verarbeitet werden und dabei ein Verstoß gegen die Datenschutzgrundverordnung erfolgt.

Dabei trifft den

Anspruchsgegner die Beweislast, dass er die Datenschutzgrundverordnung

eingehalten hat.

“Art. 82 Abs. 3 DS-GVO

Der Verantwortliche oder der Auftragsverarbeiter wird von der Haftung gemäß Absatz 2 befreit, wenn er nachweist, dass er in keinerlei Hinsicht für den Umstand, durch den der Schaden eingetreten ist, verantwortlich ist.”

Daher müssen Unternehmen ihre Maßnahmen einmal schon zur Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung dokumentieren, aber auch mit dem Hinblick auf mögliche Zivilprozesse in einem Datenschutzmanagement festhalten und beweisen können.

Die Umkehr der Beweislast ist aber nicht die einzige Besonderheit bei einem datenschutzrechtlichen Schadensersatzanspruch. Weiterhin ist es möglich, dass neben den materiellen Schaden (tatsächliche Nachteile)

der immaterielle Schaden

tritt. Hier werden die Gerichte eine Rechtsprechung entwickeln und verschiedene Verstöße unterschiedlich gewichten müssen. Argumente werden die Art, Schwere, Zeit und der Verschuldensgrad sein.

 

immaterieller Schaden

Ihr Fachanwalt für Informationstechnologierecht, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht,

Ich bin TÜV-zertifizierter Datenschutzbeauftragter, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht sowie Fachanwalt für IT-Recht in Dresden. Wenn Sie einen externen Datenschutzbeauftragten suchen oder Rechtsrat zum Thema Datenschutz wünschen, sind Sie bei mir richtig.

Datenschutzbeauftragter (TÜV) in Dresden

Thilo Zachow

Über den Author:

Ich bin Fachanwalt für IT-Recht sowie Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und habe mich auf das IT-Recht (Fachanwaltslehrgang), Internetrecht und damit zusammenhängend auf das Markenrecht, Urheberrecht und Medienrecht (Fachanwaltslehrgang) sowie Wettbewerbsrecht spezialisiert. Ich bin seit dem April 2009 Partner eines social media Unternehmens und Inhaber des Onlineportals www.aa13.info. Der TÜV Nord hat mich als Datenschutzbeauftragter (TÜV) zertifiziert. Ihr Rechtsanwalt Thilo Zachow Dresden - 7 Tage - 24 h. 0351 21066970