Dresden, Identitätsmissbrauch im Internet

Geschrieben von: Rechtsanwalt Thilo Zachow, Fachanwalt für IT - Recht, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, TÜV Nord zertifizierter Datenschutzbeauftragter

Veröffentlicht am: 17. November 2016

Kommunikation und Handel läuft über Accountdaten für Onlinebanking, E-Mail-Hosting, Handelsplattformen.

Daten sind das neue Gold. Was sind dann Accountdaten?

Der Account wird übernommen, Passwörter werden geändert, Bestellungen werden ausgelöst oder angeboten. Kriminelle haben eine Interesse an solchen Daten. Betroffene und Geschädigte haben natürlich auch Rechte. Sie können einmal gegen die Datendiebe, Datenhehler und Datenmissbraucher vorgehen und Strafanzeige wegen des Ausspähens und Abfangend von Daten bzw. wegen Täuschung im Rechtsverkehr stellen.

Weiterhin sollten die betroffenen Plattformen informiert werden und Passwörter geändert werden. Freunde und Bekannte mit denen online kommuniziert wird, sollten informiert werden.

Selbstverständlich haften aber auch diejenigen, die ihre Kunden nicht hinreichend vor solchen Angriffen schützen (bspw. Telemedienanbieter).

Haftung der Telemedienanbieter bei Datenmissbrauch

Zivilrechtliche Ansprüche gegen Telemedienanbieter bestehen bspw., wenn die Portalbetreiber die Kunden nicht vor Datenangriffen, kein Verfahrensverzeichnis haben und/oder dieses nicht Leben. Der Klassiker hier sind Onlinebankingfälle die unautorisierte Überweisungen zur Folge haben. Kunden werden gar nicht oder zu spät über Datenpannen informiert. Ansprüche müssen nicht nur begründet, sondern auch bewiesen werden.  § 13 Absatz 7 Telemediengesetz (TMG) ist eindeutig

(7) Diensteanbieter haben, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist, im Rahmen ihrer jeweiligen Verantwortlichkeit für geschäftsmäßig angebotene Telemedien durch technische und organisatorische Vorkehrungen sicherzustellen, dass

1.

kein unerlaubter Zugriff auf die für ihre Telemedienangebote genutzten technischen Einrichtungen möglich ist und

2.

diese

a)

gegen Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten und

b)

gegen Störungen, auch soweit sie durch äußere Angriffe bedingt sind, gesichert sind. Vorkehrungen nach Satz 1 müssen den Stand der Technik berücksichtigen. Eine Maßnahme nach Satz 1 ist insbesondere die Anwendung eines als sicher anerkannten Verschlüsselungsverfahrens.”

§ 13 TMG ist ein sogenanntes Schutzgesetz und führt in Verbindung mit § 823 BGB zu einem Schadensersatzanspruch bei einer Verletzung.

Ihr Fachanwalt für Informationstechnologierecht in Dresden

Thilo Zachow

Urheber- und Medienrecht

Über den Author:

Ich bin Fachanwalt für IT-Recht sowie Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und habe mich auf das IT-Recht (Fachanwaltslehrgang), Internetrecht und damit zusammenhängend auf das Markenrecht, Urheberrecht und Medienrecht (Fachanwaltslehrgang) sowie Wettbewerbsrecht spezialisiert. Ich bin seit dem April 2009 Partner eines social media Unternehmens und Inhaber des Onlineportals www.aa13.info. Der TÜV Nord hat mich als Datenschutzbeauftragter (TÜV) zertifiziert. Ihr Rechtsanwalt Thilo Zachow Dresden - 7 Tage - 24 h. 0351 21066970