Melango.de GmbH Abzocke im Internet Rechtsanwalt Zachow aus Chemnitz ging dagegen vor und holte sich die Kosten wieder

Geschrieben von: Rechtsanwalt Thilo Zachow, Fachanwalt für IT - Recht, Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, TÜV Nord zertifizierter Datenschutzbeauftragter

Veröffentlicht am: 26. Juni 2012

Unglaublich aber wahr. Ich erhielt von der melango.de GmbH am 01.11.2011 ein Forderungsschreiben in dem behauptet wurde, ich würde der Melango.de GmbH 249,00 EUR schulden. Ich kannte dieses Unternehmen vorher nicht und war auch nicht auf deren Portal melango.de. Nach kurzer Recherche im Internet stellte ich fest, dass es bereits Foren gibt, in denen sich Internetnutzer über das unsaubere Geschäftsgebaren ausließen, da sie davon ausgegangen waren, dass die Nutzung  des Portals melango.de kostenlos sei. Bei mir war es aber noch schärfer, ich war nicht einmal auf der Seite von melango.de. Folglich forderte ich die melango.de GmbH mit Schreiben vom 09.11.2011 dazu auf, den behaupteten Zahlungsanspruch von 249,00 EUR zurückzunehmen und Auskunft über die zu meiner Person gespeicherten Daten, Empfängern meiner Daten und dem Zweck der Speicherung zu geben.  Ich gab hierzu eine Frist bis zum 23.11.2011 und ließ mein Schreiben per Boten zustellen. Parallel erstattete ich Strafanzeige bei polizei.sachsen.de.

Melango.de reagierte mit weiteren Mahnungen am 22.11.2011, 30.11.2011, 06.12.2011 (mit Androhung der Prüfung einer Strafanzeige), also reichte ich am 07.12.2012 Klage am AG Chemnitz ein (AZ. 17 C 3090/11). Melango.de mahnte mich erneut mit Schreiben vom 19.12.2012. Aus Kulanz bot mir Melango.de 84,00 EUR als Zahlbetrag an. Mit anwaltlichem Schriftsatz durch Rechtsanwalt Christoph Strieder aus Solingen vom 26.01.2012 behauptete Melango.de nun, dass das Schreiben vom 09.11.2011 nicht zugegangen sei und selbstverständlich nach dem erstmalig in der Klage hiervon Kenntnis erlangt wurde, nun die Auskunft gegeben werde und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und unter Beibehaltung der Rechsposition die geltend gemacht Forderung nicht weiter verfolgt würde. Ich erklärte mit Schriftsatz vom 15.02.2012 den Rechtsstreit in der Hauptsache für erledigt, da Melango.de ja nun auf die Geldforderung verzichtet und Auskunft über meine Daten gab und beantragte, Melango.de die Kosten des Rechtsstreits aufzuerlegen. Da ich das Schreiben vom 09.11.2011 per Boten zustellen ließ, konnte ich den Zugang des Schreibens beweisen. Die StA Chemnitz leitete zwar ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt ein, teilte mir am 12.12.2011 mit, dass ein Anfangsverdacht gegen Melango.de bzw. dessen Geschäftsführer wegen versuchten Betrugs ausscheidet, da es möglich sei, dass eine Person unter fremden Namen sich also mit meinen Daten angemeldet haben könne und daher die Rechnungen und Mahnungen nicht widerlegbar im guten Glauben versendet wurden.

Ich glaube nicht daran, dass Melango.de gutgläubig handelt und zudem ist es die Sache von Melango.de die Möglichkeit des Missbrauchs einzudämmen!

Am 27.03.2012 erhielt ich dann eine Mahnung der Deutschen Inkasso GmbH für die Melango GmbH über 308,25 EUR, obwohl Rechtsanwalt Christoph Strieder für Melango am 26.01.2012 erklärt hatte, dass auf die Forderung verzichtet wird. Melango beauftragt also die DIG gegen mich vorzugehen, obwohl ihr Anwalt Christoph Strieder vorher  für sie erklärt, dass auf die Geltendmachung der Forderung verzichtet wird. Am 18.04.2012 entschied das AG Chemnitz durch Beschluss (Az. 17 C 3090/11), dass Melango meine Kosten zu ersetzen hat. Es waren zwar nur 381,24 EUR, aber ich würde es jederzeit wieder tun. Das Amtsgericht Dresden hat in einem anderen Fall der negativen Feststellungsklage eines Angemahnten stattgegeben und die von Melango.de verwendete Entgeltklausel als überraschend und damit unwirksam erachtet, Urteil vom 05.10.2011, Az. 104 C 3441/11).

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Ihr Rechtsanwalt

Thilo Zachow

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Über den Author:

Ich bin Fachanwalt für IT-Recht sowie Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht und habe mich auf das IT-Recht (Fachanwaltslehrgang), Internetrecht und damit zusammenhängend auf das Markenrecht, Urheberrecht und Medienrecht (Fachanwaltslehrgang) sowie Wettbewerbsrecht spezialisiert. Ich bin seit dem April 2009 Partner eines social media Unternehmens und Inhaber des Onlineportals www.aa13.info. Der TÜV Nord hat mich als Datenschutzbeauftragter (TÜV) zertifiziert. Ihr Rechtsanwalt Thilo Zachow Dresden - 7 Tage - 24 h. 0351 21066970