Dresden – Regeln bei Drohnenflug

Geschrieben von: Rechtsanwalt Thilo Zachow, Fachanwalt für IT - Recht

Veröffentlicht am: 8. August 2017

Die Verordnung zur Regelung des Flugbetriebs von unbenannten Fluggeräten (Drohnenverordnung) ist seit dem 07.04.2017 in Kraft getreten und regelt, was im Hobbyflugverkehr ohne Pilot in der Luft und in Fällen der gewerblichen Nutzung zu beachten ist (bspw. unbemannter Frachtflug oder Luftbildaufnahmen). Weiterhin ist das Luftverkehrsgesetz (LuftVG) zu berücksichtigen. Ich habe einige Punkte zusammengefasst, die zu beachten sind.

Luftverkehrsgesetz (LuftVG)

  • Versicherungspflicht gemäß §§ 1 Abs. 2, 33, 43 LuftVG

Es besteht eine Versicherungspflicht für Kopterführer. Hier muss abgeklärt werden, ob die Privathaftpflichtversicherung dies abdeckt. Wie beim PKW ist dabei anzugeben, ob auch Dritte die Drohne fliegen werden (regelmäßig ausgeschlossen in der Privathaftpflicht). Ein Nachweis über die Versicherung ist beim Flugbetrieb mitzuführen.

Drohnenverordnung

Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme werden gleich behandelt

  • Kennzeichnungspflicht ab dem 01.10.2017 bei mehr als 250 g Gewicht

Die Drohne ist feuer- und wetterbeständig ab dem 01.10.2017 mit dem Namen des Eigentümers und seiner Adresse zu kennzeichnen.

  • Führerscheinpflicht für Kopter mit mehr als 2 kg ab dem 01.10.2017 (Ausnahme Modellfluggelände)

Wer im Besitz einer Pilotenlizenz ist, benötigt keinen Extraführerschein.

  • Höhenbegrenzung auf 100 m Land oder Wasser (Ausnahme Pilotenlizenz oder Modellfluggelände)
  • Mindestalter 14  Jahre
  • gewerbliche Nutzung Mindestalter 16 Jahre und Prüfung an anerkannter Stelle des Luftfahrtbundesamtes
  • Aufstiegserlaubnis für Drohnen mit mehr als 5 kg Gewicht
  • Flug nur auf  Sichtweite mit Drohnen bis 5 kg (Brille ok, Fernglas geht nicht)
  • Flugverbotszonen sind die Einsatzorte von Polizei und Rettungskräften, Krankenhäuser, Menschenansammlungen, Industrieanlagen, Hauptverkehrswege und der An- und Abflugbereich von Flughäfen, 1,5 km Abstand zu Flughäfen allgemein

Ein Verstoß gegen die Flugverbotszone ist bußgeldbewehrt und strafbar bei einer Gefährdung.

Weiterhin ist es verboten, mit Koptern mit mehr als 250 g Gewicht über einem Wohngebiet zu fliegen. Leichtere Kopter dürfen zwar fliegen, aber dürfen keine optischen, akustischen oder Funksignale empfangen, übertragen oder aufzeichnen. Bitte unterlassen Sie dies, da zivilrechtliche Unterlassungsansprüche, Bußgelder und Strafverfahren möglich sind.

Zu allgemeinen Grundsätzen, die bei der Fotografie (Panoramafreiheit, Persönlichkeitsrecht) aus rechtlicher Sicht zu beachten sind, biete ich Seminare oder auch gerne eine Beratung an.

Ihr Fachanwalt für Informationstechnologierecht in Dresden

Thilo Zachow

Urheber- und Medienrecht

Über den Author:

Ich bin Fachanwalt für IT-Recht und habe mich auf das IT-Recht (Fachanwaltslehrgang), Internetrecht und damit zusammenhängend auf das Markenrecht, Urheberrecht und Medienrecht (Fachanwaltslehrgang) sowie Wettbewerbsrecht spezialisiert. Ich bin seit dem April 2009 Partner eines social media Unternehmens und Inhaber des Onlineportals www.aa13.info. Ihr Rechtsanwalt Thilo Zachow Dresden - 7 Tage - 24 h. 0351 21066970